Erleuchtung (Enlightenment)

  1. Welt in schillerndem Eis (World in shimmering ice)
  2. Erlöser (Redeemer)
  3. Flamme zum Nichts (Flame to Nothingness)
  4. Betet, Oh Herr (Pray, O´ Lord)
  5. Götter von Staub (Gods of Dust)
  6. Weg aus Scherben (Way of Shards)
1. Welt in schillerndem Eis World in shimmering ice

Geboren in dem
Land in dem
die Mauern aus
Blicken bestehen
Geboren in der
Zeit in der
der Geist zu
bersten droht
Die Masse
zermalmt dich
denn du
wolltest sehen
Die Masse der
Gedanken wird zum Firn,
schließlich zu Eis,
verdammt dich zur Reglosigkeit

So liegt die Welt
in schillerndem Eis

Geboren in dem
Land in dem
die Zeit zu
bersten droht
Geboren in
schillerndem Eis

Born in the Land
in which the walls are
built of glances
Born into the time
in which mind
seems to burst
Masses grind you
´cause you
wanted to see
The mass of thoughts
turns to firn
lastly to ice
damn you to rigidity

So the world lie´s
in shimmering ice

Born in the
land in which
time seems
to burst
Born in
shimmering ice

   
2. Erlöser Redeemer

So sag mir wer ich bin,
der ich durch schwarze Sphären fliehe

Sag mir wer ich bin,

dass mich der alte Moloch fraß
Stets ging ich fernab der Wege

Sind nicht alle Pfade bereits beschritten?
Ward nicht was du tust schon längst getan?
Du windest dich in Selbsthass
Dich umschließt bereits Glas

NEIN

Ich sag dir wer du bist,
der du durch schwarze Sphären fliehst

Ich bin der Erlöser,
der dich mit Blindheit schlägt
So erhebe dein Haupt, senke deinen Geist
Du hast nie gelebt

So tilge mein Antlitz
von den Tafeln der Gedenken
Vergessen will ich sein
In alle Ewigkeit

So tell me who I am,
Me - who escapes through black spheres

Tell me who I am
Me swallowd by the old colossus

I always walked far of the paths

Are not all the paths already trodden?
what you're doing – wasn´t it already done?
You squirm in self-hatred
You already encloses glass

NO

I'll tell you who you are,
who flees through black spheres

I am the Redeemer,
who strikes you with blindness
So lift up your head, lower your spirit
You never lived

To blot out my being
of the monuments of memory
I want to be forgotten
eternally

   
3. Flamme zum Nichts Flame to Nothingness

So fahr ich ins Tal
des Moralmorasts,
sich zuziehende Schlingen
zu beiden Seiten

Tage und Nächte
 verschwimmen hier zu Jahren
Die Flammen flackern immer kleiner
Ich Fackel flamme zum Nichts

Ich kam, sah und versiegte
Ich kam, sah und versiegte

Tage und Nächte
verschwimmen hier zu Jahren
Die Flammen flackern immer kleiner
Ich Fackel flamme zum Nichts
Ich Fackel flamme zum Nichts

Hab ich dieses Tal durchfahr´n, 
lohnt die Abendsonne,
doch beginnt jeder Morgen
wieder am Anfang
Weiß nicht mehr wo ich stehe
und wo ich bereits stand
Namen kamen,
enttäuschten und gingen

Meine Stunden werden dunkler,
in den tausend Tälern,
die ich mir hab gegraben

So I arise in the dale of moral mud
contracting gallows on either side

days and nights blur to years here
the flames flicker smaller and smaller
I´m the torch that burns to nothingness

I came, saw and seeped
I came, saw and seeped

days and nights blur to years here
the flames flicker smaller and smaller
I´m the torch that burns to nothingness
I´m the torch that burns to nothingness

Have I made it through this dale
the sun of dusk requites
but every morning starts at the beginning again
Don´t know where I´m standing
nor where i stood before
names came to me
disappointed
and left...

My hours are getting darker
within the thousand dales
that I have burrowed myself

   
5. Betet, Oh Herr Pray, O´ Lord

Ausgespuckt in eine Spezies der Niedertracht
sind wir alle Teil
unseres Überdrusses
Das Echo, das zurückkehrt,
ist selten das,
was wir zuvor entsandt
So bete zu uns Gott,
auf dass wir an dich glauben
und du Gestalt erheucheln kannst

Alte Predigten
wälzen sich hin und her,
bis sie sich
einem Sinn ergeben
Scharrend in den
kalten Ecken des Irrtums
sinnen sie so tief  am
Grund der Besessenheit

Erglimmt jedoch ein Licht in Windstille durch trotzend Hauch,
verstirbt durch den Hauch die Windstille

Wenn die Dämmerung
mehr Dämonen birgt
als die Dunkelheit,
erschöpft sich
die Vernunft
rasch in Resignation
Erglimmt jedoch ein Licht
in Windstille durch trotzend Hauch,
verstirbt durch den
Hauch die Windstille

Alte Predigten
wälzen sich hin und her,
bis sie sich einem
Sinn ergeben
Scharrend in den
kalten Ecken des Irrtums
sinnen sie so tief

...doch in der Tiefe ist kein Licht

Disgorged into a species of perfidy
we are all a part of our own weariness
The returning echo is seldom the selfsame we deputed before
So pray to us o´ lord
that we may believe in you and your dissembled shape

Old sermons toss and turn
till they capitulate to any meaning
scratching in the cold corners of falsity
they muse down on the bottom of possession

But smolders there a light in calm
kindled by a breath that despites
the calm is killed by this breath

When the dusk hides more demons than the darkness does
the sanity runs out in resignation

But smolders there a light in calm
kindled by a breath that despites
the calm is killed by this breath

Old sermons toss and turn
till they capitulate to any meaning
scratching in the cold corners of falsity
they muse deep...
...but in the downs there is no light

   
6. Götter von Staub Gods of Dust

Wanderer, Ruhloser, welchen Pfad gehst du?
Welchem Volk entsprang die Seele der Leere?
Ruhloser, Wanderer

Man nahm uns jede Weltsicht
Was sollen wir lehren?
Wir sind jene, die das Nichts erstreben
Und beten zu Göttern von Staub

Wir sind Nichts,
verbieten uns selbst die Erdung
Heischen nach Weltlichkeit
auf dass der Spiegel den Rückblick verzerre
Schufen Mythen, stahlen Glanz
und huldigen Göttern von Staub 

Ja, wahrlich,
wir verehren die Gatter
in denen sie sich suhlen
Doch letztlich ist es gleich
wer die Leere in uns brachte,
denn jedes Gewicht
erzeugt Gegengewicht
und jede Strömung erzeugt Gegenströmung

Und Tausend Geistlose
einen Freigeist

Wanderer, restless one, which path you go?
which nation ascend the soul of emptiness?
restless one, wanderer

They took each worldview from us
What should we teach?
We´re those who aspire the nothing
And pray to gods of dust

We are nothing,
forbid ourselves grounding
fawn for commonness
for that the mirror distorts the retrospect
we created myths, we have stolen shine
and worship gods of dust

Yes, truly,
we worship the lattice
in which they wallow
but in the end it doesn´t matter
who brought the emptiness into us,
because each weight
spawns counterweight
and each flow generates counterflow

And thousand mindless
one free spirit

   
7. Weg aus Scherben Way of Shards

Tag, wann löschst du dein Blendwerk?
Ich ertränke Gedanken
im blutroten Teich
aus Kerzenwachs,
blicke in Vergangenes
um vorauszusehen

Ich sehe uns fallen
Ich spüre wie der
Wind uns den
Atem entreißt
Ich sehe uns fallen,
in Tiefen deren
Grund sich nicht
erschleichen lässt

Ein Dämon aus Schwermut
und Kälte
bemächtigt sich des Geistes Gang

Welch Last wir uns doch selbst aufgebürdet,
die Wüste der
Zweifel zu
durchwandeln,
statt zu knien
in Kathedralen
der steinernen Wahrheit

Der Weg
aus Scherben
den wir gehen
ist mit Zweifeln übersäht

...und mit der Asche
von Helden bedeckt

Wir erkennen uns im Spiegel der Welt
erst dann, wenn wir ihn zerschlagen
Es offenbart sich
ein Weg aus Scherben

Day, when do you erase your illusion?
I drown my thoughts
in a bloodred lake
of candle wax
Look into the past
to foresee

I see us fallin
I feel the wind
wresting our breath
I see us fallin
into dephts which´s bottom
can´t be reached by obtaining

A deamon of gloom and coldness
usurps the ways of mind

What have we burden ourselfs
to walk through deserts of doubt
instead of kneeling in cathedrals of set truth

The way of shards we walk
is blotched with doubts...
...and coverd with the ashes of heroes

We catch our reflection in world´s mirror
Not until till we annihilate it
It offers a way of shards